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BLK-Programm - Demokratie lernen & leben: Franz-Schubert-Grundschule- Öffnung von Schule – Schule und Jugendhilfe-06. März 2003

Schulen

Franz-Schubert-Grundschule- Öffnung von Schule – Schule und Jugendhilfe-06. März 2003

Öffnung von Schule – Schule und Jugendhilfe

Mit Workshops und Spielübungen stellt sich die Franz-Schubert-Grundschule den sozialen Herausforderungen ihres Bezirks.
Nord-Neukölln, ein problembehaftetes Gebiet im Herzen Berlins. Der dicht besiedelte Stadtteil ist gekennzeichnet durch einen hohen Ausländeranteil sowie eine ansteigende Anzahl von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern. Psychosoziale Verelendungstendenzen unter den Bewohner/-innen sind hier keine Seltenheit. In diesem Umfeld wachsen die Schüler/-innen der Franz-Schubert-Grundschule auf. Die sozialen Brennpunkte ihrer Umgebung hinterlassen schon früh Spuren in der Entwicklung der Kinder.

"Die Kinder haben teilweise schon erhebliche Entwicklungsverzögerungen, wenn sie bei uns an die Schule kommen", beklagt Grundschullehrerin Margrit Maurer den Zustand ihrer Schützlinge. Konzentrationsschwächen, Sprachschwierigkeiten, gravierende Mängel im Sozialverhalten - unter diesen Voraussetzungen erschweren sich Lernen und Lehren. Oft belasten Spannungen und Aggressionen unter den Schüler/-innen die Durchführung des Unterrichts. "Vielen von ihnen fehlt eine auf Kompromiss und Verständigung angelegte Streitkultur", Maurers Kollege, Wolfgang Höfert, zeigt in seiner Analyse der Missverhältnisse Ansatzpunkte zum Gegensteuern. Seit 1994 bemüht sich die Franz-Schubert-Grundschule zusammen mit dem Schülerclub ARCHE durch Projekte zu Gewaltprävention und Sozialem Lernen um Verbesserungen für ihre Schüler/-innen.

Ziel dieser Projekte ist die Vermittlung grundlegender Regeln des Zusammenlebens und die Entwicklung sozialer Kompetenz. Zwei wichtige inhaltliche Bausteine sind dabei Konstruktive Konfliktbewältigung und Soziales Lernen. In den Wochenstunden zum sozialen Lernen geht es vor allem um die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Grundschüler/-Innen. Mit Hilfe von Spielen und Übungen verbessern sie basale Sozialfähigkeiten wie Kommunikation und Kooperation untereinander. Im Workshop Wut, für den sechs Stunden im Wochenplan vorgesehen sind, wird die konstruktive Konfliktbewältigung geschult. Indem die Kinder lernen, ihre Gefühle zu erkennen, das eigene Verhalten zu kontrollieren sowie mit Ärger und Wut umzugehen, wird auch eine veränderte Schulkultur möglich.

In ihrer Präsentation bei der Berliner Auftaktveranstaltung zum BLK-Programm "Demokratie lernen & leben" gaben die Lehrer/-innen der Franz-Schubert-Grundschule Einblicke in den Wut-Workshop und das Curriculum Soziales Lernen.

Das Projekt wird präsentiert von:

Lehrer:
Wolfgang Höfert
Margrit Maurer

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