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BLK-Programm - Demokratie lernen & leben: Durchfuehrung

Materialien

Politik vor Ort (Rheinland-Pfalz)

Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Welche Schritte kennzeichnen die Durchführung?

Im Rahmen einer Gesamtkonferenz beschloss das Kollegium der BBS Bingen mit großer Mehrheit am Modellprogramm Demokratie lernen & leben teilzunehmen. Kurze Zeit später konstituierte sich eine Steuergruppe, die inzwischen aus acht Kolleginnen und Kollegen besteht, die neben dem Schwerpunktfach Sozialkunde auch andere Fachprofessionen besitzen. Da bereits Erfahrungen mit einem Politikseminar auf Landesebene in Zusammenarbeit mit dem Landtag Rheinland-Pfalz bestanden, einigte man sich darauf, diesen Weg in modifizierter Form, d. h. auf der kommunalen Ebene fortzusetzen.

Im Rahmen von Lernortkooperationsgesprächen eruierten die Kolleginnen und Kollegen, inwieweit Interesse und Bereitschaft von Seiten der Ausbildungsbetriebe an einem solchen Ansatz bestehen. Dies war deshalb wichtig, da die Ausbildungsbetriebe sowohl entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung als auch jeweils einen Ausbilder/eine Ausbilderin für drei Tage frei stellen sollten. Gerade bei größeren Betrieben stieß die Idee auf großes Interesse und gute Resonanz.

Danach wurden jeweils Gespräche mit den kommunalen Verwaltungen geführt (z. B. Stadtverwaltung Alzey, Stadtverwaltung Bingen), die ebenfalls ihr großes Interesse und ihre Bereitschaft signalisierten, an einem solchen Projekt teilzunehmen.

Im Rahmen einer überregional ausgerichteten und Schulart übergreifenden Fortbildungsveranstaltung wurde dann das in enger Kooperation mit der Projektleitung des Modellprogramms erarbeitete Konzept interessierten Kolleginnen und Kollegen vorgestellt und in Phasen selbst erprobt.

Die Fachkonferenz Sozialkunde der BBS Bingen legte danach einen „Fahrplan“ fest, in dem vereinbart wurde, welche Klassen an dem Projekt teilnehmen sollten. Hierbei mussten schulische Interessen (z. B. Blockphasen, Prüfungszeiten), Interessen der Ausbildungsbetriebe (z. B. betriebliche bzw. überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen) und Vorgaben der kommunalen Verwaltungen (z. B. Sitzungstage des Stadtrates, Termine des Bürgermeisters) koordiniert werden.

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Projektleitung und Lehrkräfte

Bei den ersten Seminaren übernahm der für den Modellprogramm zuständige Koordinator an der BBS Bingen die Projektleitung. Gemeinsam mit dem entsprechenden Fach- bzw. Klassenlehrer führte er die vorbereitenden Gespräche mit den ausgewählten Ausbildungsbetrieben und kommunalen Verwaltungen und begleitete das Projekt beratend. Auf der Basis des ausführlichen und praxisorientierten Materials leiten inzwischen die teilnehmenden Fach- bzw. Klassenlehrer das Projekt selbstständig (siehe Materialien:
Checkliste zur Vorbereitung und Durchführung des Projektes
Programmablauf „Politik vor Ort“ am Beispiel Alzey
Fragen zum Verlauf einer Stadt- oder Gemeinderats- oder Ausschusssitzung
Themen für die Plakatgestaltung, Internet-Rallye
Lösungsblätter
Fragenkatalog zur Vorbereitung eines Gesprächs mit dem Landrat/ Oberbürgermeister/ Bürgermeister
Rollenspiel: Debatte im Stadtrat – Stadtratssitzung
Arbeitskarte (Basisinformation) zum Thema „Jugendparlament“
Rollenspiel - Ausschusssitzung im Stadt- oder Gemeinderat (Rollenkarten)
Sitzordnung für das Rollenspiel „Ausschusssitzung“
Bewertungsbogen Plakatpräsentation
Feedback-Bogen zur Beurteilung des Projektes).

Schulleitung

Die Schulleitung unterstützt das Projekt uneingeschränkt. Sie wird regelmäßig informiert und motiviert Kolleginnen und Kollegen das Projekt auch in ihren Klassen durchzuführen. Außerdem nehmen Mitglieder der Schulleitung an den stattfindenden Seminaren teil.

Schülerinnen und Schüler

Zunächst trafen die beteiligten Lehrkräfte die Entscheidung über die Durchführung des Projektes. Die sehr positive Resonanz der Schülerinnen und Schüler auf dieses Projekt hat sich in der Schule und den Ausbildungsbetrieben herum gesprochen, so dass inzwischen auch von Schülerseite der Wunsch zur Durchführung von "Politik vor Ort" geäußert wird. Dies erleichtert auch eine stärkere Beteiligung der Schülerinnen und Schüler bei der Planung und Durchführung sowie der Weiterentwicklung des Projektes. Die Vor- und Nachbereitung des Projektes ist unverändert im Sozialkundeunterricht der betreuenden Fachkolleginnen und -kollegen angesiedelt. Im Lehrplan des Faches finden sich leichte Verknüpfungsmöglichkeiten etwa bei den Themen: „Kommunale Verwaltung“ oder „politische Beteiligung“.

Ausbildungsbetriebe

Das Interesse der Ausbildungsbetriebe und die Bereitschaft zur Mitarbeit (vor allem derjenigen, die bereits an einem solchen Projekt beteiligt waren) ist sehr groß. Dies belegt u. a. auch die konkrete Nachfrage einzelner Unternehmen nach dem nächsten Projekt. Das Engagement im Rahmen des Projektes reicht von finanzieller Unterstützung (z. B. für Materialien, Verpflegung etc.) bis hin zur Übernahme einer aktiven Rolle im Verlauf des Seminars (z. B. als Referenten zum Thema „Politik und Wirtschaft“).

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